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Braunlager Schützengesellschaft von 1689 e.V

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Braunlager Schützengesellschaft von 1689 e.V.

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Die Braunlager Schützengesellschaft präsentiert sich als eine moderne, der Tradition verpflichtete Vereinigung, die den heutigen Freizeitbedürfnissen Rechnung trägt und allen am Schießsport interessierten Bürgern eine ansprechende Sportstätte bietet. Gerade wegen der Verpflichtung zur Tradition soll hier ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der Schützengesellschaft erlaubt sein.

In den Nachwehen des 30-jährigen Krieges galt für viele kleine Gemeinden in den abgelegenen Tälern des Harzes, sich notfalls unter Zuhilfenahme von Feuerrohren  selbst Schutz gegen räuberische Banden und Marodeure zu schaffen, den die entfernt regierende Obrigkeit mit ihren Soldaten nicht sicherstellen konnte. In diesen Zeiten waren Gründungen von Schützengesellschaften ganz natürlich, so auch die der Braunlager Schützengesellschaft im Jahre 1689, wie urkundlich nachweisbar. Die erste bekannte Schützenordnung wurde am 21.Juni 1709 erlassen und am 1.September des Folgejahres von Richter Fricke zu Braunlage amtlich bestätigt. Mindestens 3x jährlich hatte nach dieser Verordnung ein jeder Schütze des Sonntags aktiv zu werden, und soweit er sich dagegen sträubte, hatte er eine Strafe von 4 Groschen zu zahlen. Im September 1711 genehmigte Herzog Rudolph ein jährliches Freischießen, zu dem er dem besten Schützen eine Jahresfreiheit bewilligte, die darin bestand, daß der Schützenkönig ein Jahr lang keine Steuern, Dienstgelder und Erbbauzinsen zu bezahlen brauchte.

Das Freischießen begann früher am Dienstagmorgen nach Pfingsten mit einem Aufzug von der Gemeindeschänke aus und wurde am Donnerstagabend nach Austeilung der Gewinne mit einem Einzug beschlossen. Teilnehmen konnte beim Schießen jeder Einwohner und gesittete Fremde. Das Gewehr, mit dem Freihand geschossen wurde, war mit einem Pfannenfutter versehen, das erst im Schießstand abgenommen werden durfte.

Auch heute noch wird das Königsschießen in Braunlage im Freihandschießen ausgetragen, nur im Unterschied zu damals wird dem Schützenkönig keine Steuerfreiheit mehr gewährt.

Schützenkönig 1907

Schützenkönig Wilhelm Kämpfert anno 1907. Wie in der langen Vereinsgeschichte davor trägt der Schützenkönig das Königsgeschmeide zum Schützenfest, wie wir es heute noch beim großen Festumzug präsentieren.

Jedem Schützenkönig gebietet es zur Ehre, mit einer persönlichen Plakette die Tradition aller Schützenkönige fortsetzen zu dürfen. Das Geschmeide trägt zur Zeit 170 Königsplaketten mit einem Gewicht von 23 Pfund.

Der Grundstock war 1745gelegt worden: >Dieser Vogel ist aus der Brau Casa Geschenket anno 1745< kundet die Gravur auf dem Rückschild vom Stifter und Initiator der Königskette. So manche Gravur gibt neben Namen und Datum noch Auskunft über den Berufsstand des Königs.

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